Würdevoll beging der Benedikt Pilgerweg mit seinem Trägerverein „Benedikt be-WEG-t“ am 1. Mai 2019 in St. Paul im Lavanttal sein 10jähriges Bestehen. Das einstige Ziel, nachhaltig die Wiederbesiedlung des Stiftes St. Paul von Spital am Pyhrn aus nach der Europaausstellung 2009 mit einem Projekt zu verankern, wurde übertroffen. Ein vollbesetztes Artrium blickte auf unzählige Pilgerveranstaltungen zurück und die Pilger und Pilgerinnen und die vielen Ehrengäste erfuhren, das der Benediktweg weit über die Grenzen Kärntens hinaus spirituelle Erlebnisse und Begegnungen dank der engagierten Arbeit einer Gruppe ehrenamtlicher Personen in lebendiger Form ermöglicht.

 Bereits Altabt und Präses em. der Benediktiner, Dr. Christian Haidinger verwies in seiner Predigt in der vorangegangen Fest- und Dankesmesse auf das pilgernde Gottesvolk und die Suche der Menschen und Christen nach mehr. Pilgern sei in und komme dem Menschen entgegen. Der junge Pilgerweg „Benediktweg“ sei ein Eckstein im Pilgernetzwerk Kärntens, auch grenzübergreifend, sinn- und friedensstiftend für Diözesanadministrator Dr. Engelbert Guggenberger. Es sei wichtig, diese Form der Gottessuche und Begegnung zu unterstützen, was in Kärnten durch die Diözese aktiv erfolge.

 Vizebürgermeisterin Karin Maier überbrachte die Glückwünsche des Landeshauptmannes Dr. Peter Kaiser und sprach sehr persönlich von der Gemeinschaft, der Begegnung und Möglichkeit der Entschleunigung durch das Pilgern aus der hektischen Welt. Im Namen der Marktgemeinde St. Paul überreichte sie ein Schild mit der Aufschrift „Europäischer Benedikt Pilgerweg – Pluscarden – St. Paul – Montecassino“, das demnächst alle drei Ortseinfahrten zieren werde.

 Auf die Bedeutung des Pilgerns auf den 20.000 km Pilgerwegen in Österreich, davon 2.000 in Kärnten, ging Mag. Roland Stadler, Leiter der Tourismusseelsorge und Obmann der Arge Pilgern in Kärnten ein. Dr. Hannes Maier, selbst aktiver grenzüberschreitender Pilger, zeigte anschaulich mit Bildern Eindrücke und Erlebnisse des pilgernden Gottesvolkes.

 Obmann Mag. Ernst Leitner gestand, dass bei ihm schon 1991 anlässlich der 1. Landesausstellung in St. Paul, seine Bereitschaft und Idee fürs Pilgern lebendig geworden war, die Anfänge steinig, aber er von vielen Seiten Zuspruch und Unterstützung erfuhr und sich heute nur wundre, was aus der Idee bis heute gereift war. Er dankte dem Stift St. Paul mit dem Hausherrn Administrator P. Mag. Maximilian Krenn, den Sponsoren und vor allem seinen emsigen Mitstreiter/innen, die, wie auch heute bei der Spargel-Pilgersuppe, stets, tatkräftig und ideenreich zur Stelle seien.

 Es waren Abordnungen von Slowenien, Ober- und Niederösterreich und der Steiermark anwesend. Der MGV St. Stefan umrahmte die Jubiläumsfeier musikalisch, die mit Pilgersuppe und Stiftswein ausklang.

Hannes Maier