Auf dem Cammino di San Benedetto

Auf dem Cammino von Nursia über Subiaco nach Montecassino

Hannes_Subiaco

Es war für uns ein unbegreiflich schönes und eigentlich nicht beschreibbares Erlebnis, unser Cammino  am italienischen Benediktweg von Norcia über Subiaco nach Montecassino vom 14. bis 30. September 2015.

Unsere Pilgerwanderung war sicher eine sportliche Herausforderung, es ging doch auch über so manche Berge, einmal  – nur einmal – sind wir uns auch vergangen. Sie führte uns durch einzigartige und abwechslungsreiche Landschaften, die wir von Mittelitalien nicht erwartet hatten, weite Täler, Berge, Flüsse, Bäche und Seen, manchmal auch ausgetrocknet. Es gab zu Hauf kulturelle Reichtümer und Schätze zu sehen, Römerbrücken, -straßen und –bögen, unzählige Kirchen und Klöster, Dörfer, Straßen und Gassen, Türme, vorchristliche Kragbögen und Burgen, Gebäude aller Art, Kunst in Hülle und Fülle.

Die Natur begleitete uns in allen Formen und Gestalten, Früchte und Pflanzen, Feigen, Trauben und Brombeeren, Düfte von Rosmarin, so groß wie Sträucher, wilden Pfefferminz, Thymian oder Anis auf fast kahlen Berghängen, Tiere, Schmetterlinge, Falter, Eidechsen in allen Formen, ja sogar eine kleine Schlange.

Spirituell erhielten wir mit jedem Marterl, jeder Kapelle und Kirche und den beeindruckenden, kunstvollen Domen fortlaufend Impulse. Jeder Ort hat seine/n Heilige/n, die Hl. Rita, der Hl. Joseph von Leonessa, der Hl. Felix, der Hl. Franz Xaver di Bianchi, der Hl. Thomas von Aquin, die Hl. Agostina (Pietrantoni), die 30jährig bereits den Tod fand, der Hl. Sylvester, der Hl. Dominikus von Sora, die Hl. Phillipa (Mareri) und natürlich der Hl. Franz von Assisi und der Hl. Benedikt und seine Schwester, die Hl. Scholastica. Sie alle waren und gingen mit uns. Wir hatten das Glück, das Zeitplan und Weg uns zu Sonntagsmessen führten und zur persönlichen Begegnung mit P. Julian und dem Prior von Trisulti, die uns persönlich den Pilgersegen mitgaben.

Kulinarisch – wie sollte es anders sein – fehlte es uns an nichts. Auch hier stießen wir tief in Italiens Kultur und Seele vor und konnten den Reichtum mit Spezialitäten wie selbstgemachte Spagetti Carbonara (danke Lui und seiner Mama), Trüffel, wilder Bergspinat neben gutem Wein,  italienischem Bier (!) und natürlich Prosciutto oder Speck genießen.

Der Höhepunkt aber waren die lieben Freunde (‚Amici‘) und Menschen des Cammino: deren freundliche Aufnahme, Hilfe und Gastfreundschaft, die netten – wenn auch wegen unserer mangelnden Sprachkenntnisse holprigen – Gespräche vermittelten uns echte Herzlichkeit und Liebe am Cammino. Ebenso die Zusammenarbeit untereinander und die Gestaltung. Die Wegbeschreibung und Markierung ist eine Klasse für sich. Simone Frignani und alle, die daran gearbeitet haben ein herzliches Dankeschön, sie bleiben uns unvergesslich!

Über 500.000 Schritte, mehr als 50.000 Eindrücke, über  5.000 Fotos sind für uns ein einzigartiges Erlebnis gewesen. ‚Vergelte es Gott‘  und die vielen Heiligen, was uns geschenkt wurde,

Buon Cammino,   Hannes und Karoline

 

 

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