Auf neuen Wegen in Slowenien

Neues Teilstück des Benediktweges Iin Slowenien eröffnet

Fünf mutige Pilger/in machten sich unter der Leitung von Hannes Maier Mitte August auf, um von Žiri über Idrija, den Golak-Bergen und das Vipava-Tal zur Klosterburg Miren (an der italienischen Grenze bei Görz) zu pilgern. Damit wurde ein neues, 80km langes Teilstück des Benediktweges in Slowenien eröffnet. Es waren teilweise anspruchsvolle Etappen, weil es galt, viele Höhenmeter zu überwinden. Es war landschaftlich sehr reizvoll, weil es durch enge Schluchten und über Bergeshöhen mit Blick über ganz Westslowenien und seinen Bergen und sogar auf die obere Adria ging. Eine hohe Abordnung des Benedikt be-WEG-t Vorstandes mit Obmann und Obmann-Stellvertreterin und dem spirituellen Betreuer, P. Siegfried Stattmann, der auch eine Abschlussmesse zelebrierte, empfing die Pilger/in auf dem Klosterhügel von Miren.

Pilgern auf neuem Teilstück des Benediktweges in Slowenien

Fünf mutige und erfahren Pilger durchwanderten erstmals einen neuen Abschnitt des Benediktweges in Slowenien. Über insgesamt rd. 80 km führte der Pilgerpfad von Žiri mitten im westslowenischen Bergland hinaus zur Klosterburg Miren bei Görz unmittelbar an die Grenze zu Italien.

Frühmorgens brach die Gruppe in St. Paul auf und fuhr zunächst ins hintere Sora Tal. Die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche Sv. Ana bei Žiri war der Ausgangspunkt. Hier kreuzt sich der Benediktweg mit dem Hemmaweg in Slowenien. Maria verstand es wie immer, uns mit einem kurzen Gebet und tagesaktuellen Gedanken in das bevorstehende Ereignis einzustimmen und den Segen mitzugeben. Bereits am 1. Tag ging es rd. 800 Höhenmeter hinauf, dann dem Bergrücken entlang mit herrlichem Ausblick auf die Steineralpen im Nordosten, dem Triglav-Massiv im Nordwesten und dem Golak-Gebirge im Südwesten, dem nächsttägigen Ziel. Schließlich mussten wir wieder auf die auf 300 m gelegene Stadt Idrija, die für ihren jahrhundertlangen Quecksilberabbau berühmt ist, steil bergab steigen.

Gut erholt ging es den nächsten Tag zunächst auf den 850 m hohen Hleviška Berg, ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel der Idrijaner. Christian war ganz begeistert vom „Snapscomat“, bei dem man sich selbst mit einer kleinen Stärkung bedienen konnte. Dani, ein Landwirt im Weiler von Čekovik, versorgte uns mit frischem Wasser und seinen reifen Birnen, die er extra für uns vom Baum schüttelte. Vorbei am Hof der Familie Tratnik ging es in den Idrijca -Graben. Hans gab das Tempo vor und zeigte, wieviel Kondition in ihm steckte. Die berühmte Klause von Idrijca wird derzeit restauriert. Das glasklare und türkisfarbene Wasser glitzerte uns aus dem kleinen Stausee entgegen. Nach einer kleinen Erfrischung ging es weiter den Oberlauf der Idrijca entlang des schmalen Pfades weiter. Insgesamt sind 12 Furten von Seitenbächen zu durchqueren; dank der Information von Dani wussten wir, dass drei der Seitenbäche der Idrijca hier heilsame Kräfte aufweisen. Nicht nur deswegen sondern vor allem wegen der Abkühlung nahmen Christian und Hannes ein Vollbad im kühlen Nass. Hier hatte die Idrijca so ca. 10 Grad. Wieder auf der Straße oben angekommen versorgte uns Maria und Hartwig mit Pizza und Melone. Es war sehr heiß. Nun ging es die Bergstraße weiter hoch, bei der ehemaligen Druckerei der Partisanen, die sich hier im verlassenen Gebirge einst versteckten, vorbei hinauf in Richtung der drei Golak-Gipfel. Keiner dieser wurde ausgelassen und es wurde schon spät, bis die Pilgergruppe bei der netten Berghütte des Mali Golak eintraf. Spätestens hier bestätigte auch Hans, dass diese Etappe wohl als „anspruchsvoll“ zu bezeichnen ist.

Gut ausgeruht auf dem noblen Matratzenlager in frischer Luft auf 1250 Seehöhe und gestärkt durch ein bekömmliches Frühstück von Magda und Boris (mit Prosciutto und türkischem Kaffee) durchwanderte ein Teil der Pilger das Bergplateau des Idriatischen Gebirges. Dabei erklommen wir den Gipfel des Veliki Modrasovec und weiter ging es bis zur beliebten Berghütte Antona Bavčerja. Hier blickten wir das erste Mal auf das Meer hinaus und Hartwig zeichnete in sein Tagebuch.

Ab nun ging es die Bergflanke auf teilweise steinig gepflasterten Wegen ins Vipava-Tal hinunter. Hannes der mit dem Auto vorausfuhr, fehlte als verlässlicher Pilgerführer und Kenner des Weges. Dreimal verfehlte das stramme Pilgerteam den richtigen Weg trotz Karte, trotz Pilger-App und nachdrücklichen Hinweisen (!). Mittagsrast mit ‚Schäferstündchen‘ hielt man bei der Kirche Sv. Pavel. Das Terrassenplateau ziert eine kleine Kirche mit einem neuen, freistehenden Glockenturm. Und man blickte bereits zum Zielort der Pilgerwanderung, die Klosterburg Miren auf der anderen Seite des Tales. Unten im Tal ging es durch beschauliche, bereits Italienisch geprägte Orte, Wein- und Obstgärten und kurz am Flusslauf der Vipava entlang. Auch das Tragen des Pilgerkreuzes konnte Hannes nicht vor dem Pflücken der verführerisch reifen Weintrauben abhalten, die er dann pilgerbrüderlich teilte. In der Bar Siesta am Zielort Dornberk fanden wir eine verdiente Abkühlung, äußerlich durch die Nebelsprinkleranlage, innerlich durch ein kühles Bier.

Die Übernachtung in Tabor oberhalb von Dornberk im Kmetija Kraljic mit dem herrlichen Frühstück (einschl. Eierspeise und wieder Prosciutto) war bestens. Sonntagmorgen startete nun erstmals die ganze Gruppe vereint durch Potok pri Dornberku, wo die Kreuzträger von Passanten freundlich begrüßt wurden. Durch Durchlässe und abwechselnd schmale Steige und kurze Straßenstücke ging es wieder auf 600 m hinauf. Maria und Hartwig schafften den letzten steileren Anstieg mühelos, offensichtlich dank des Trainings der Vortage. Bei der Berghütte von Trstelj fanden wir den Hüttenwirt gut gelaunt vor. Er hatte auch ein sehr kühles kleines Bier und erklärte weiteren interessierten Gästen den Wegverlauf unseres Benediktweges. Am Gipfel des Trstelj, die höchste Erhebung des Triestiner Karst mit einem herrlichen Rundblick nach Norden zu den Alpen und im Süden auf die gesamte obere Adria, machten wir zahlreiche Bilder (Selfies). Schon am Vortag zeigte Hannes von Sv. Pavel die bevorstehende Kette von insgesamt 14 Hügeln, über die der Wanderweg nach Westen bis nach Italien führt. 7 überwindet auch der neue Benediktweg. Die ersten 4 waren noch kein Thema, wobei wir den 2. auf einem Forstweg umgingen. Hans bestand darauf, auch den 7. Hügel hinauf- und wieder hinunter zugehen – wenn schon denn schon, und auf jeder Hügelkuppe gab es eine kurze Rast – um dann auf einen leicht abfallenden Forstweg geruhsam und innerlich einkehrend die letzten Kilometer zu gehen. Ein ebenso herrlicher Waldpfad führte uns schließlich in die Talebene wieder an den Flusslauf der Vipava. Wir waren alle nicht nur müde sondern seltsam aufgeregt, als es die letzten Meter auf den Klosterhügel von Miren bei Görz ging. Dort empfingen uns wohl bekannte Gesichter. P. Siegfried segnete die ankommenden Pilger mit Zweigen. Ernst hieß die Pilger willkommen und Barbara und Silvio kümmerten sich herzlich um die leicht erschöpften aber erfolgreichen Pilger/in. P. Siegfried zelebrierte eine feierliche Abschlussmesse in der modernen Klosterkapelle und lud alle zu einem Pilgermenü im Kloster ein.

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