Pilgern: Angebot zur Entschleunigung in der Natur

Unsere Pilgerwege am Benediktweg bieten sehr vieles an: man kann die Natur genießen, die herbstlichen und auch winterlichen Eindrücke am Weg sammeln, viele Einzelheiten viel tiefer entdecken. Das Tempo des Gehens ermöglicht es unseren Sinnen, unseren Augen und Ohren, alles viel bewusster wahrzunehmen und zu erfahren.

Und man be-WEG-t sich auf ein Wegkreuz oder Marterl zu, schaut dort auf den g’schnitzten Heiland, vielleicht schon von Wind und Wetter aufgekratzt, mit kleinen und größeren Rissen im Holz. Und in der Ferne ragt die Kirchturmspitze in den Himmel. Er verweist auf Höheres über uns. Es steht jedem frei, der es will, in einem stillen Gebet mit Gott in Kontakt zu treten.

Viele Gedanken schweifen durch den Kopf, be-WEG-en sich um Familie, Beruf, aktuelle Ereignisse.  Man erkennt ihr kurzlebiges Bestehen. Die Natur schuf über viele Jahre hinweg Langlebiges und Bewährtes geschaffen. Und in Jesus Christus vertrauen Menschen mehr als 2000 Jahre. Die Lehren und Regeln des Hl. Benedikts – ora et labora et lege – prägen Europa über 1500 Jahre lang.

Wir laden alle ein, dieses naturnahe spirituelle Angebot auf den Pfaden des Benediktweges – oder anderer Pilgerwege in unserer Heimat – zu entdecken und zu nützen.

Hannes Maier  (für den Verein Benedikt be-WEG-t)