Einen gelungenen Start erlebte das EU-LEADER-Projekt für den Benedikt-Pilgerweg in Oberösterreich. Am 20. Mai 2021 präsentierte der Verein Benedikt be-WEG-t Oberösterreich mit den beteiligten sechs LEADER-Regionen sein großes Vorhaben der Öffentlichkeit: 380 km lang soll er werden, durch rund 60 Gemeinden führen, quer von Passau nach Spital am Pyhrn und genauso in die andere Richtung gehen. Gemäß unserem Motto „Von Kloster zu Kloster“ wird der Benediktweg neun Klöster in Oberösterreich verbinden, die jeweils zu ganz besonderen spirituellen Begegnungen einladen werden.

Bei der Kick-off Veranstaltung im Benediktinerinnenkloster Steinerkirchen an der Traun begrüßte Sr. Veronika Binder OSB, stellvertretende Obfrau, eine große Schar an Ehrengästen. Es habe viel Geduld in den vergangenen Jahren gebraucht. Es habe aus unterschiedlichen Gründen immer wieder Rückschläge gegeben. Nach der Gründung des Vereins im Jahre 2019 und den Vorbereitungen konnte im Mai 2020 der LEADER-Antrag eingereicht werden. Dieser wurde im Frühjahr 2021 genehmigt. Trotz dieser Umstände durfte aber bereits am Projekt gearbeitet werden, sodass mittlerweile bereits über 600 gelbe Markierungstafeln mit dem Benedikt-Logo nach Absprachen mit den Gemeinden und alpinen Vereinen angebracht wurden. Zwischen Lambach und St. Pankraz kann man sich nach diesen vorwiegend über Wald- und Wiesenwege bereits orientieren.

Priorin Hanna Jurman OSB überreichte den 25 Pilger*innen ein Batik-Band aus der Paramentenwerkstatt des Klosters Steinerkirchen. P. Siegfried Stattmann nahm die feierliche Segnung gemeinsam mit der Schar der anwesenden Geistlichen vor. Ebenso zeichnete Abt Ambros Ebhart OSB vom Stift Kremsmünster mit seiner Anwesenheit und netten Grußworten die Veranstaltung aus. Beide mit weiteren Klosterbrüdern und Schwestern begleiteten auch abschnittsweise die Pilger*innen auf der exakt 20 km langen Etappe nach Kremsmünster. Dort erhielten die Pilger*innen einen persönlichen Brief aus den Händen des Abtes zum Thema „geistliches Aufblühen“.

Es gaben uns auch mehrer Bürgermeister*innen aus umliegenden Gemeinden die Ehre. Friedrich Hieslmair, Vizebürgermeister von Steinerkirchen, überbrachte in deren Namen die besten Grüße und wünschte für die breite Zusammenarbeit und das Pilgern viel Erfolg.
Der auch für die LEADER-Abwicklung zuständige Landesrat Oberösterreichs, Max Hiegelsberger begrüßte die Intiative und betonte die mehrfache Vernetzung von Organisationen, die mit diesem Projekt erfolge. Erstmals wirken sechs LEADER-Regionen an einem Projekt zusammen, das von der Donau über das Alpenvorland bis in die südlichen Gebirgslandschaften regionale Wertschöpfung verspreche.

Die Pilger*innen genossen sichtlich die schöne Wanderung durch die eher flache aber durchaus abwechslungsreiche Landschaft des Alpenvorlandes. Waldauen, weite Acker- und Blumenwiesen, blühende Rapsfelder, Waldsteige und Feldwege wechselten sich mit Dorfstraßen, gepflegten Bauernhöfen, Birkenalleen und sogar mit einer Überführung über den großen Autobahnknoten in Sattledt ab. Eine Rast im Kirchhof von Sattledt und das Zugehen auf die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Heiligenkreuz nach einem ganz kurzen Regen bleiben gut in Erinnerung. In Heiligenkreuz ludt P. Siegfried Stattmann zu einem stillen Gebet und die Pilger*innen hatten die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen auf Zettel zu formulieren. Diese erhielten die Mönche in Kremsmünster, um diese in ihr Gebet einzuschließen. Mit großem Glockengeläut zog die Pilgergruppe abschließend in die Stiftskirche von Kremsmünster ein, wo Abt Ambros den Abschlussegen erteilte.

Ein äußerst erfolgreicher und gelunger Meilenstein für die Verwirklichung der Vision des europäischen Benedikt-Pilgerweges und all seinen Akteuren*innen.

Hannes Maier

Grusswort_Dr.Scheuer