Am 30. Mai 2019 machte sich mit dem Pilgersegen durch P. Siegfried Stattmann OSB gestärkt, eine 13köpfige Pilgergruppe, angeführt von Ernst Leitner, dem Obmann des Vereins „Benedikt bewegt“ mit einem Bus zur ersten Radpilgerfahrt entlang des Donaupanoramaradwegs auf den Weg um „von Kloster zu Kloster“ einige Etappen zu erradeln.

Der Weg führte sie zuerst nach Kelheim (in der Nähe von Regensburg), wo die Teilnehmer auf ein Donauschiff umstiegen und zum Kloster Weltenburg anreisten. Nach der Zimmerverteilung musste gleich das Bier von der ältesten Bierbrauerei Bayerns im wunderschönen Biergarten im Klosterinnenhof verkostet werden.  Vor dem Abendessen feierte die Pilgergruppe das festliche Abendlob in der Stiftskirche mit und danach lud ein milder Frühsommerabend zu einem Spaziergang in das nahe Dorf Weltenburg ein. 

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühgottesdienst es zurück nach Regensburg, wo uns Frau Ederer eine äußerst interessante Stadtführung bescherte. Vom Schloß Emmeran, dem Wohnsitz der Fürstenfamilie Thurn und Taxis, zur Klosterkirche und dem Dom; alles prachtvolle Prunkbauten  für die Region wichtige Heiligtümer; nach einer kurzen Mittagpause mit den Bratwürstchen aus der ältesten und weitum bekannten „Rauchkuchl“ , hieß es auf die Fahrräder umzusteigen.  Die Fahrt ging mehr als 50 km entlang der Donau, vorbei an schön gepflegten Gärten mit vielen Sommerblumen (Rosen, Pfingstrosen, Akelei), aber auch Felder mit Margariten und Mohnblumen ging die Fahrt bis in die Stadt Straubing zur nächsten Unterkunft. Auch dort wurden wir sehr freundlich aufgenommen und gut verköstigt. Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter entlang der Donau, diesmal der Damm bewachsen mit zahlreichen Wildrosenbüschen und vielen Sommerblumen.

Im kleinen Dorf Reibersdorf hielten wir eine dem hl. Martin geweihte Kirche eine Morgenandacht, dann ging es weiter zur Abtei Oberaltaich und zu Mittag erreichten wir das Kloster Metten;  von dort ging die Fahrt nach dem Pilgersegen durch P.  Norbert weiter zum Kloster Niederaltach, wo wir vor dem Abendlob von Prior P. Marianus willkommen geheißen wurden. 

Dieser Zweig des Benediktinerordens hat sich stark der Ökumene verschrieben und so leben auch 10 Mönche dort, welche ihre Liturgien und Gebetszeiten nach dem russisch-orthodoxen  Ritus pflegen.

Nach dem Abendessen durfte auch diesmal ein Besuch im dem Kloster angeschlossenen Braustüberl nicht fehlen und der laue Abend lud zum Verweilen und zum Austausch unter den Pilgern ein.

Am Sonntagmorgen ging die Fahrt nach der Morgenandacht in der Klosterkirche weiter entlang der Donau bis nach Vilshofen und dem Kloster Schweiklberg. Dort wurde die Gruppe von P. Matthäus empfangen und in einer äußerst launigen Führung erfuhren die Teilnehmer sehr viel Wissenswertes. Schade war nur, dass wir den „Schweiklberger Geist“ nicht sehen bzw. verkosten konnten. Nach dem Pilgersegen durch den Prior P. Benedikt wurde der letzte Abschnitt der insgesamt 165 km langen Radpilgerfahrt in Angriff genommen, welche beim Kloster Maria Hilf ca. 200 m über der Stadt Passau gelegen, endete.  Hier wurden die Pilger vom Prior herzlichst empfangen und mit Getränken nach dem überraschend steilen Aufstieg und den bereits sommerlichen Temperaturen versorgt.

Mit einer Schlußandacht in der Mariahilfkapelle und der Verteilung von Pilgerurkunden durch den Hauptorganisator Ernst Leitner stand noch die Besichtigung des äußerst beeindruckenden Doms St. Stephan am Programm. Mit der Verladung der Fahrräder und einer kurzen Stärkung wurde die Heimreise mit dem Bus angetreten, welche dann in St. Paul ihr Ende fand.