Einmal auf und weg nach Montecassino …
Gleich vorweg: Auf einmal habe ich es nicht geschafft, von meiner Heimat St. Paul die 67 Etappen und rd. 1.500 km auf ‚meinem/unserem‘ Benediktweg zum großen Kloster Montecassino zu pilgern. Nach sechs Wochen und 875km brauchte ich eine größere Pause, das Ziel habe ich weiter vor Augen. Die vielen Hunderten von Eindrücken kann man unterwegs gar nicht richtig verarbeiten, sie haben sich aber tief eingeprägt. Einige Fotos sollen das ein wenig vermitteln.
Die Pilgerwanderung war und ist der große Wunsch für die Pension. Ein großes Danke für das schöne, herausfordernde und erfolgreiche Leben, das ich von Kindheit auf genießen durfte. Und ich erfuhr, dass mich viele Heilige begleitet und geleitet haben, wie der Hl. Laurentius (San Lorenzo in Italien). Die bewegendsten Augenblicke und Glücksmomente erfuhr ich in einer der Kirchen, die ihm geweiht war. Da wurde mir bewusst, dass ich in einem Bauernhaus und Dorf geboren wurde, dass dem Hl. Laurentius geweiht war. An der Hausecke war eine Nische mit der geschnitzten Heiligenfigur. In der Hand hielt er den Gitterrost, auf dem er verbrannt wurde. Kein Zufall, sondern Vorsehung, mir diese göttliche Begleitung bewusst zu machen.
Die schönen, unterschiedlichen Landschaften, die Alpentäler und dann der Karst. Dreimal war ich am Meer, der Adria, konnte dort auch kurz baden. Die vielen Kirchen, Dome und Kathedralen, klassische, moderne, helle und dunkle, Kunstdarstellungen der Bibel, des Lebens Jesu und Mariens und natürlich wieder die gelebten Nachfolger:innen Christi, meine lieben Heiligen, Apostel und Evangelisten. Hl. Antonius, Benedikt, Gregor, Katharina, Scholastika, Florian, und viele weitere.
Freundliche Aufnahme fand ich in Klöstern, vor allem in Slowenien, bei den Franziskanern:innen, Kapuzinern und Benediktinern, wie dem wunderbaren, lebendigen Kloster Praglia in den Eugenischen Hügeln. Übernachten konnte ich auch in einem ehemaligen Benediktinerkloster nahe Dolo, dass heute zu einem Hotel umgebaut wurde. Dessen Kraft und gleichzeitig Harmonie strahlte auch heute noch dort auf mich ein.
Und in Italien hatte ich die Möglichkeit, nahezu jeden Tag die Hl. Messe zu besuchen, z.T. unerwartet unterwegs oder jedenfalls abends oft auch gesanglich und musikalisch umrahmt. Schön, dass es das noch so gibt. Eine wundersame neue Erfahrung für mich.
Es war auch nicht immer einfach. Die Quartiersuche ist teilweise schwierig und verlangt Um- und längere Wege. Die Hitze, meist 30 Grad ab Mittag, war auch eine Herausforderung. Aber mein Pilgerweg nach Montecassino ruft. Ich werde die noch offenen Teile weitergehen und mein großes (Pensions-)Ziel verwirklichen.
Hannes Maier, 29. September 2026






















































