Drei-Berge-Wallfahrt am Drei-Nagelfreitag im Lavanttal
Am Dreinagelfreitag lud die Stiftspfarre St. Paul mit dem Verein Benedikt be-WEG-t für 6:30 zur St. Pauler Drei-Berge-Wallfahrt und Pilgerwanderung ein. Bereits über 100 WallfahrerInnen fanden sich frühmorgens in der Weinbergkirche ein. Die Gruppe wanderte von dort hinunter und durch das mystische-nebelige Tal auf der anderen Seite den Josefsberg hinauf. Nach einer besinnlichen Andacht und einer angenehmen Pause bei herrlicher Frühlingssonne ging es dann noch zum 3. St. Pauler Berg, dem Johannesberg, wo P. Thomas Petuschnig die Abschlussmesse hielt.
Die Tradition des Drei-Nagel-Freitag-Wallfahrens lebt immer mehr auf. Bestens von Ing. Barbara Pecoler vorbereitet fanden sich zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus nah und fern bei der 1. Station in der Weinbergkirche, dem Hl. Benedikt geweiht, ein. Barbara leitete die Andacht und gab der großen Schar viele gute Gedanken für das Pilgern und den Segen mit. Hans Kopp stimmte mit den Anwesenden Kirchenlieder an.
Es ging zunächst den Waldweg hinunter, der Talboden war noch in Nebel gehüllt, mystisch daher die Wanderung hindurch und dann beim Mayr am Hof vorbei hinauf zur 2. Station, der Kirche am Josefsberg. Dort feierte P. Thomas Petuschnig OSB mit uns eine Andacht und erläuterte das berühmte Hl. Wort von der Brotvermehrung. Es blieben 12 Körbe übrig, jeder Apostel erhielt demnach den Auftrag, einen Korb zu nehmen und hinauszugehen und den Menschen leibliche – und natürlich auch spirituelle – Speisen zu geben. Zumindest vier Körbe mit frischen Stangerln standen hinter P. Thomas beim Altar, er segnete diese und nach der Andacht und bei einer längeren Pause verzehrte die bereits um die SchülerInnen des Stiftsgymnasiums und weitere WallfahrerInnen angewachsene Gemeinschaft diese mit Genuss. Auch der Josefi-Kellner war geöffnet und viele kehrten dort zur Stärkung ein.
Wieder ging es ein Stück bergab und dann wieder hinauf zur dritten und letzten Station, dem Johannesberg. Dort zelebrierte P. Thomas die Abschlussmesse, diesmal gab es die „Brotvermehrung“ geschildert vom Evangelisten Johannes, wo nicht die Jünger zunächst die 5 Brote und 2 Fische für die 5000 ‚Männer‘ herbeibrachten, sondern ein kleiner Junge, wie auch die Leute selbst. Wir alle können teilen, wenn wir wollen, damit alle satt werden, ist hier die feine, versteckte Botschaft an uns alle. Die reichliche Kollekte wurde daher der Caritas Kärnten zweckgewidmet.
Ein herrlicher, besinnlicher Tag mit einer großen Gemeinschaft klang so unter freiem Himmel und der ersten Blütenpracht angenehm aus. Ein großes Danke allen TeilnehmernInnen und all denen, die organisatorisch mitgeholfen hatten, dass wir dieses Tag so feiern erleben konnten.
Hannes Maier, 17. April 2026

























